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Anzi Destruction: High Clash Motherf***er


01. Psychosis #7
02. Jaded And Destroyed
03. Dead Goddess
04. Electric
05. Chemistry
06. Sissy Crawls
07. Blank Junk World
08. Million Clowns
09. In Fire You’ll Drain
10. Ready To Fall
11. Suicide Angels
12. Live Before You Die

Diejenigen denen Anzi Destruction ein Begriff ist, werden ihn sicherlich im gleichen Satz mit Stereo Junks! erwähnen wollen. Nun ist er da seit 2010 raus aus der Nummer und zeigt sich in diesen Jahr gleich mit einem Soloalbum, betitelt ‚High Clash Motherf***er‘; aufgenommen im eigenen Studio irgendwo abgelegen in den Wäldern Finnlands.
Um auch allem gerecht zu werden: das hier ist nicht das erste Soloprojekt des Finnen. Zuvor gab es bereits zwei Eps ‚Shoot‘ und ‚Shoot II‘ und einige Veröffentlichungen mit Stereo Junks! und Plastic Tears. Also kein Anfänger der Mann.

Nun wieder zu unserem Thema: ‚High Clash Motherfu***er‘. Gleich zu Beginn wird es erst einmal dramatisch ruhig und sehr düster wird man mit ‚Psychosis 7‘ an das Werk herangeführt. Mit ‚Jaded And Destroyed‘ ist man wieder auf gewohnten Pfaden, wobei das nicht ganz stimmt. Im Midtempo angesiedelt und mit deutlichen Grooveeinschlag gibt der Song einen sanfteren Sound vor und dadurch Azis Stimme auch einiges an Möglichkeiten sich vorzustellen. Zum Ende hin verzerrt sich dieses Bild und wirft so gleich dem nächsten Song den Ball zu. Der trägt den Namen ‚Dead Goddess‘ und zieht deutlich das Tempo an und es wird rockiger. Das was viele sicherlich erwartet haben.
Dies hält auch an, dabei schlägt Anzi aber unterschiedlichste Stilrichtungen an, was für den einen oder anderen Hörer zunächst etwas unbehaglich erscheinen mag. Aber wenn man der Scheibe einige Momente widmet, fügt sich das ein und man erkennt, dass man damit einiges an Spaß haben kann. Auch live werden diese Tracks sicherlich viel davon verbreiten und Anzi lebt auch irgendwie durch seine viel umworbenen Liveauftritten.
Auch wenn immer wieder am Temporegler gedreht wird, haben die einzelnen Songs eine Dynamik, der man sich kaum verschließen kann. Es gibt immer wieder Augenblicke wo man glaubt Spuren von Nine Inch Nails, Placebo oder Rob Zombie zuhören, aber zum Schluss ist es immer einfach Anzi Destruction.

Auch wenn es manchmal befremdlich wirkt und man nicht so recht weiß wo man sich gerade befindet, muss ich gestehen: nach einigem Hören mag ich das Album wirklich gerne. Auch weil es nicht ganz aus einem Guss zu sein scheint, sondern sich verändert und mit dem Sound spielt.

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