Alestorm - Black Sails At Midnight


1. The Quest
2. Leviathan
3. That Famous Ol' Spiced
4. Keelhauled
5. To The End Of Our Days
6. Black Sails At Midnight
7. No Quarter
8. Pirate Song
9. Chronicles Of Vengeance
10. Wolves Of The Sea

Alestorm ist schon ein kleines Phänomen, denn es wird wohl kaum einen Metaler geben, der nicht zumindest weiß, wer die Band ist und welche Musik sie machen.
Eigentlich kein Wunder, da die Schotten eine Medienpräsenz haben, als wären sie eine alte Institution im Metalbereich. Dabei liegt die Gründung lediglich drei Jahre zurück und nun, gerade mal 16 Monate nach dem Debüt, wurde der zweite Longplayer veröffentlicht.
Ob die Piraten das Zeug haben den Traumstart und den anschließenden Höhenflug fortzusetzen, der mit ihren Erstwerk verbunden war, mag jeder für sich selbst entscheiden

Bereits der Opener "The Quest" macht klar, dass die Piraten wieder auf Kaperfahrt sind, nur darauf aus die Langeweile zu vertreiben. Der rauchige, leicht versoffene Gesang erzeugt umgehend das passende Bild in den Köpfen der Hörer.
Aufgrund des bisherigen Erfolges verwundert es nicht, dass die Schotten im Großen und Ganzen nicht viel am Konzept verändert haben. "Black Sails At Midnight" ist aber keine bloße Kopie des Erstlings "Captain Morgan's Revenge", wenn gleich aufgrund des eng gesteckten Themenbereichs Déjà-vu's nicht ausbleiben. Die Songs zeigen sich hier abwechslungsreicher und offensichtlich waren die letzten Beutezüge auch in Sachen Instrumente erfolgreich. Nahezu alle Tracks haben Ohrwurmcharakter und gehen umgehend in Mark und Bein über.
Zu ihren typischen Piratensound mischen die Jungs immer wieder dezent Elemente anderer Stile, wobei es beim Titeltrack "Black Sails At Midnight" sogar andersherum gehandhabt wird. Der Titel könnte sich ebenso auf einer Thrash-Scheibe wiederfinden. Effektvolle Riffs, klingende Keyboardeinlagen und Chorgesang runden das Packet ab und sorgen für das richtige Spelunken-Feeling.
Kein Zweifel, Alestorm sind nicht nur ein Phänomen, sondern schon fast eine Marke, die man liebt oder hasst. Auf jeden Fall nutzen sie die Gunst der Stunde ohne sich dabei auf bereits erworbenen Lorbeeren auszuruhen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie es auch in Zukunft schaffen ihren Songs neue Einflüsse hinzu zu fügen, ohne ihren Stil zu verändern.


Anmerkung: Das die Band das VoiceOver auf der Promo selber spricht, ist eine klasse Idee und passt wie der Rum zur Karibik.

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