3 Feet Smaller - December 32nd


1. Break Up
2. SUdoubleFER
3. Lie Baby, Lie
4. Tonight
5. Shit Hits The Fan
6. See You In Hell
7. Fainheart
8. Lost Sense Of Shame
9. Better Off Dead
10. Vertigo
11. Headlights
12. I Was In…

Das bereits vierte Album der Wiener 3 Feet Smaller ist nicht nur ihr Erstes, welches sie unter einem Major Lable veröffentlichen, es ist auch das erste Mal, dass sie sich an ein Konzept heran wagen. In Liedern, Texten, Titeln und dem Cover bzw Booklet spiegelt wird die Zeit als solche widergespiegelt. Den 32. Dezember gibt es nicht auf wirklichen Kalendern (soweit sie mir geläufig sind) - das Konzeptalbum dreht sich also um ein fiktives Datum zwischen den Jahren, im Booklet werden zu den Texten die Uhrzeiten angegeben:
8:17 h, Break Up, "I celebrate with a tube full of cocain" lässt es beginnen und erst um 23:57 h mit I Wash enden. Zwischendrin werden Einblicke in den Tagesverlauf gewährt. "Time stands still now" lautet die erste Zeile des letzten Tracks, der nicht reale Tag wird nicht abgeschlossen und die Twillight Zone somit unendlich weitergeführt.

Schubladisieren wollen 3 Feet Smaller sich selbst im Bereich "energetischer Melody Punk mit ironischen Texten", ich würde wohl eine übergreifende Schublade mit der Beschriftung "sleazeangehauchter Rock Punk" wählen, in die derzeit eine Menge Bands hineinpassen. Scheint also derzeit im Kommen zu sein und auch ein Markt ist für diese Art von Musik vorhanden. Handwerklich gibt es dabei an 3 Feet Smaller nichts zu kritisieren, was den Punkt der Eigenständigkeit oder des Widererkennungswerts angeht jedoch schon - denn wie gesagt, in diese Richtung gehen derzeit eine Menge Bands. Da macht auch der Einsatz von Posaunen, Streichern und Akkordeon keinen bahnbrechenden Unterschied mehr. Als Vergleich könnte man wohl Green Day oder Blink 182 heranziehen. Massentauglicher Punk des neuen Jahrtausends.
Ungewöhnlich ist sicher die Herkunft des Dreiers und auch die optische Aufmachung der CD sticht aus der Herde hervor, ob dies aber reicht, um sich am Markt durchzusetzen?

December 32nd ist in der ersten Hälfte gut hörbar, definitiv eine Scheibe, die eine Party rockt und sehr viel Spaß macht. In der zweiten Hälfte wird die Scheibe balladenlastiger und läuft für den Hörer bald Gefahr, ins Langweilige abzudriften. Für Fans sowieso ein Muss, für alle anderen ein Hineinhören wert.
Mein persönlicher Lieblingssong auf der Scheibe ist "See You In Hell", der sich in meinen Gehörgängen festgebrannt hat.

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