Use Your Illusion I and II
Eric Weisbard


"Use your Illusion exemplifies what it means to get so caught up in the quest for pop totality that there is no way back. There has always been a fundamental inferiority complex to our championing the importance of pop music, a sence that it is a bastard art form: too crude and too pretentious at the same time. Use your illusion was lame crap by definition in the subculture that I grew up with as a college radio DJ and post-punk fan. Yet by 1991, as my taste group was about to briefly take over rock, I heard in Use Your Illusion something more unsettled, harder to grasp, than anything in Nevermind. And now, with "alternative" as dated a term as hair metal, Use Your Illusion remains emblematic of the baroque fancies that musical obsession can inspire.
The rock music landscape has chanced dramatically since Guns'n'Roses released the toweringly extravagant Use Your Illusion in September 1991. Blockbuster albums barely exist any more and Axl Rose, of course, has been teetering on the brink of Chinese Democracy for years. Here, Eric Weisbard looks back to a time when rock was bigger and brasher, and when a man with access to the amplifier of the gods sat at his piano and tried to make beautiful music."


Mit "Use Your Illusion I und II" aus der 33 1/3 Serie von Continuum schreibt Eric Weisbard einen Essay über die wohl größenwahnsinnigste Veröffentlichung der Musikgeschichte - 2 Doppelalben am gleichen Tag - oder in der heutigen Sprache: 2 CDs mit je 75 Minuten Spielzeit.
Das Buch im Handtaschenformat behandelt die Geschichte und die Hintergründe eines Millionensellers - und damit des überbewertesten Doppelalbums aller Zeiten. Seit der Geschichte der CD verkaufte sich keine Scheibe so gut wie diese Beiden! Damit schrieben Guns'n'Roses Musikgeschichte und beendeten gleichzeitig die Ära des großen Rock.

Weisbard schreibt weiterhin über die Entwicklung des Musikbusiness um die letzte Jahrzehntwende des vergangenen Jahrtausends, Fusionen von Plattenfirmen und -läden und lässt dabei auch die folgenden Jahre bis 2006 nicht außer Acht. Rock vs. Alternative war damals das Thema, welches den großen Wechsel in der Musikwelt dominierte, den Rock vom Thron stieß und einstweilen in der Versenkung verschwinden ließ.
Er berichtet über seine persönlichen Erfahrungen als GnR / Use Your Illusion Hörer aus der Erinnerung, zitiert Texte aus dem FF aber auch mit Hilfe des Internets und analysiert verschiedene Lyrics - auch von "Appetite for Destruction" und selbstverständlich "Lies".

Hauptsächlich scheint Weisbard Rose Fan zu sein, er beschränkt sich oftmals auf diesen und lässt die Hauptmitsongwriter Slash und Stradlin entweder unbeachtet oder würde die Songs aus der Feder Stradlins auf beiden Illusion von seiner selbst erstellten Best Of Illusion verbannen, da er ihnen nicht viel abgewinnen kann. Was die inhaltliche Qualität der Lyrics Roses angeht, muss dieser auch einiges an Kritik einstecken.
Abschließend würde Weisbard tatsächlich gerne ein 80-minütiges Album aus beiden Longplayern machen und den Rest wenn überhaupt auf ein Outtakes Album aussiedeln. Sicher ist er sich aber bei der Auswahl der Songs doch nicht.

Ein Essay ist eine Abhandlung, ein Aufsatz - und hat in diesem Fall einen wissenschaftlichen Aspekt. Dieses macht sich auch in der Sprache deutlich. Der oben zitierte Klappentext gibt bereits einen Eindruck, dass sich die 136 Seiten nicht ganz so einfach weg lesen lassen, wie es in einem Roman oder auch einer Biographie der Fall ist.
Weisbard schildert seine Sicht und seinen Rückblick auf die Twintower des Rock'n'Roll. Man muss nicht immer mit ihm konform gehen, aber in vielen Parts kann man ihm zustimmen.

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