Slash
Slash (Saul Hudson) mit Anthony Bozza


"Born in England, but raised in LA, Slash was 15 when he first held the beat-up, one-string guitar his grandmother had discarded in a closet.
As soon as he could string chords and a solo together, Slash wanted to be in a band. He found that band in the form of Guns N'Roses, one of the greatest rock'n'roll bands of all time.
Here for the first time ever, Slash describes how he survived it all: lawsuits, rehab, riots, the women, the drugs, drink and whatever else crossed his path as he rode the most insane rock'n'roll wave of generation.
'Slash' is everything the man, the myth, the legend inspires: it's funny, honest, jaw-dropping and in a word… 'excessive'."


Mit einem Vorwort beginnt Slash seine Lebensgeschichte: Ein Defibrilator wurde in sein Herz eingesetzt um seine Herzrhythmusstörungen zu kontrollieren und er beschreibt das überwältigende Gefühl, vor tausenden von Leuten auf der Bühne zu stehen.

Die Story selbst beginnt nicht anders, als man es von einer Biographie erwartet.
Seine amerikanische Mutter und sein britischer Vater lernten sich in jungen Jahren in Paris kennen, gingen gemeinsam nach England, aber schon bald kehrte seine Mutter alleine nach LA zurück, wo sie als Schneiderin für die Musik- und Filmwelt den Lebensunterhalt für die Familie in England verdiente. Seine ersten vier Lebensjahre verbrachte er mit seinem Dad bei dessen traditioneller Familie in Stroke-On-Trent, wo sie unkonventionell die 1960er Jahre erlebten um schließlich nach Los Angeles über zu siedeln. Dort wurde ihm erst ein Bruder geboren, bald darauf trennten sich seine Eltern.
In seiner frühen Kindheit wuchs Slash umgeben von einer immensen Plattensammlung, Konzertbesuchen und Rock- und Filmstars auf. Er entdeckte das BMX Fahren für sich und kam früh in Kontakt mit Alkohol, Drogen und der Polizei. Mit 13 hielt er es für Zeitverschwendung, den ganzen Tag in der Schule zu verbringen und widmete sich lieber Pot, BMX und Ladendiebstahl.
Sein Freund Steven Adler kam in diesem Alter auf die wahnwitzige Idee, eine Band zu gründen und ernannte sich selbst zum Gitarristen. Slash wollte Bass spielen. Ohne den Hauch einer Ahnung ging er zur Musikschule, wo man ihm mitteilte, er benötige einen eigenen Bass. Seine Großmutter, bei der er seinerzeit lebte, zauberte eine alte, einsaitige Gitarre aus dem Schrank. Mit dieser ging er zum Bassunterricht - und wusste, dass die Gitarre sein Leben sei. Am Ende brachte er sich das Gitarrespiel nach Gehör selbst bei.

Slash berichtet so chronologisch wie möglich über sein Leben, persönliche Erfahrungen, das Band- und Tourleben, die Entstehungsgeschichten einiger Songs (Guns N'Roses, Slash's Snakepit und auch die Anfänge von Velvet Revolver) und seinem eigentlichen Lebensinhalt - Gitarren und alles was damit zusammen hängt, teilweise bis ins kleinste technische Detail.
Wenn man denkt, dies ist nun wieder die Geschichte eines Rock'n'Roll Junkies der 1980er, hat man damit Recht - in dem Sinne, dass dem so ist. Und da Drogen und Alkohol zu seinem Leben dazu gehörten, werden sie auch erwähnt - aber immer nur hintergründig. Er selbst las Rockstar-Biographien und beschäftigte sich ausgiebig mit der Geschichte der Drogen an sich und mochte die Art der Verherrlichung nie. Somit stellt er dies bewusst in seiner Geschichte in den Hintergrund, ohne sie zur Nebensächlichkeit verkommen zu lassen oder sie zu verharmlosen.
Mittlerweile ist Slash stolzer Vater von zwei Söhnen und zur Zeit des Schreibens glücklich darüber, einen Entzug gemacht zu haben und seit etwa einem Jahr trocken und sauber.

"Slash" ist auch auf Deutsch erhältlich. Persönlich bevorzuge ich aber, Autobiographien in englischer Originalsprache zu lesen.

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