The Dirt: Sie wollten Sex und Drugs und Rock 'n' Roll.
Mötley Crüe und Neil Strauss


Die aberwitzige Geschichte von Mötley Crüe

Drogeneskapaden, wilde Sexabenteuer, kaputte Hotelzimmer, Schlägereien und Gefängnisaufenthalte. Wer glaubt, schon alles über Rock'n'Roll-Exzesse zu wissen, kennt entweder Mötley Crüe nicht oder hat dieses Buch nicht gelesen. Die amerikanische Hardrockband hat seit ihrer Gründung Anfang der 80er-Jahre alles unternommen, um den bekannten Rockstar-Klischees die Krone aufzusetzen. Gemeinsam mit Bestsellerautor Neil Strauss gelang ihnen mit "The Dirt" eine unglaublich wilde, unterhaltsame und grandios witzige Bandchronik, die demnächst auch auf die Kinoleinwand kommen wird.
Die Band feierte in den USA ein triumphales Live-Comeback, auch für Deutschland sind Konzerte geplant.



In "The Dirt" berichten Nikki Sixx, Vince Neil, Tommy Lee und Mick Mars in jeweils eigenen Kapiteln aus ihrer eigenen Sicht über die Geschehnisse vergangener Tage bis zur Jahrtausendwende. Wie sie aus dem Dreck ihrer ersten eigenen Bude in Hollywood in die großen Luxusvillen umsiedelten. Von Zeiten als kleine Gossenband über den ersten Plattenvertrag hinauf zum Weltruhm und dem tiefen Fall. Von legendären Bars auf dem ‚Sunset' zu ausverkauften Arenen und Stadien und zurück zu fast leeren kleinen Clubs geht die Reise.
Dabei nehmen sie kein Blatt vor den Mund und äußern sich zu Alkohol- und Drogeneskapaden und folgenden Entzügen genauso wie zu dem Umgang mit den diversen Süchten der Bandkollegen und Einstellungen in "sauberen Zeiten" oder Todesnaherfahrungen.
Machtkämpfe und Auseinandersetzungen in der Band werden dargelegt und aus verschiedenen Sichtweisen geschildert. Streit, Selbstzerstörung, Autounfälle mit Todesfolge, Gerichtsverfahren und Gefängnisaufenthalte und die Konsequenzen daraus werden ausführlich erklärt.
Sie berichten über ihre eigene Kindheit, (Promi-)Ehen und Scheidungen genauso wie über Sexeskapaden und schnelle Abenteuer, nicht nur in Kleiderschränken. Sie bekamen Kinder und mussten Kinder sterben sehen.

John Corabi, kurzweilig Sänger bei Mötley Crüe, nimmt in einem eigenen Kapitel Stellung, genauso darf sich auch Tom Zutaut äußern, derjenige der Mötley Crüe entdeckte und förderte.


"Sex, Drugs and Rock'n'Roll" - kaum eine Band hat dieses Klischee (???) mehr geprägt als Mötley Crüe. Und ihre Biographie "The Dirt" scheint mittlerweile zu einer Art Bibel der Nachwuchsrocker geworden zu sein, machen doch immer mal wieder Bands den Anschein, in die Fußstapfen der Großen (von damals) treten zu wollen.

Darüber, ob dieses Buch nun ein Ratgeber für den großen Erfolg ist, lässt sich streiten. Mit gesundem Menschenverstand und ein bisschen Abstand zu den Geschehnissen gibt es dennoch einen guten Einblick in die Musikwelt und das Leben der wirklichen Rockstars vergangener Zeiten, die bis heute die Musikgeschichte prägen.

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