White Line Fever
Lemmy (Ian Fraser Kilmister) mit Janis Garza


"Ein Leben voller Exzesse: Die Memoiren des Sängers der härtesten Rockband der Welt.
Heilig ist bei Ian Fraser Kilmister, in der Welt bekannt unter dem Namen Lemmy, nur der Geburtstag: der 24.12.1945. Ansonsten hat der Mann mit dem prägnanten Backenbart im Laufe seiner über 40-jährigen Musikerkarriere nichts ausgelassen - rein medizinisch gesehen, müsste er längst tot sein. Bevor er 1975 die bis heute wegweisende Band Motörhead gründete, arbeitete er für Jimi Hendrix und spielte bei der Space-Rock-Legende Hawkwind. Heute ist Lemmy einer der letzten echten Rockstars, der in "White Line Fever" aus einem Leben voller Exzesse erzählt."



Nun, wer Bücher wie The Dirt gelesen hat, hat ausführlich über Exzesse gelesen und wird an Lemmy zu hohe Erwartungen in Bezug auf die Niederschrift dieser setzten.
Hauptsächlich berichtet Lemmy über die Geschichte Motörheads - die Geschichte wechselnder Line Ups, diverser Alben, immer wieder neuer Lables und Manager. Und das aus nicht gerade unkritischer Sicht.
Aber auch seine persönliche Geschichte als Musiker mit den Bands vor Motörhead findet Platz: The Rockin' Vicars oder Hawkwind beispielsweise.
Nicht immer geradlinig, eher mit diversen Abschweifungen erzählt Lemmy seine Sicht der Dinge, dabei aber den roten Faden immer wieder findend mit einer großen Portion britischen Humors und noch größerer Gesellschaftskritik.
Lesenswert - nicht nur für Fans von Motörhead. Wer allerdings auf ausführliche Skandale, Sex- oder Drogengeschichten hofft, hat sich im Buch vergriffen. Der britische Gentleman genießt und schweigt.

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