Life On Planet Rock
Lonn Friend


"For fans of heavy metal music, RIP magazine was a cultural touchstone, every bit as crucial in its day as Kerrang!, NME or Rolling Stone.
Lonn Friend, RIP's legendary editor, helped launch and revive the careers of innumerable acts - including Guns n' Roses, Metallica and Pearl Jam - and created some of the most enduring rock journalism of the decade, rivaling the best work of Lester Bangs and Cameron Crowe.
In Life on Planet Rock, Friend describes in lucid and lurid detail how he became the Zelig-like chronicler of the biggest musical moments of the 80s and 90s, providing revealing portraits of artists as varied as Gene Simmons, Alice Cooper, Axl Rose, Jon Bon Jovi, Kurt Cobain, and Steven Tyler, among others.
A candid and humorous memoir which will appeal to fans of Motley Crue's The Dirt and Seb Hunter's Hell Bent For Leather."


Lonn Friend erzählt in seinem Buch seine Lebensgeschichte auf dem Planeten Rock, teilweise in Kürze auch die Geschichte der jeweiligen Band. Er berichtet, wie er mit den Bands zusammen kam und über Freundschaften zwischen Journalist und Musiker(n). Dabei kommt auch die eine oder andere Anekdote an die Öffentlichkeit, die zuvor noch nicht bekannt war. Allzu persönliche Backstage Geschichten aus dem Leben der Musiker oder seinem Eigenen bleiben aber verschwiegen. Und das ist auch gut so.

Friend enterte den Planeten Rock in seiner Jugend als Fan und machte diese Leidenschaft über Umwege als Editor beim "Hustler" zu seinem Beruf. Ende der 1980er wurde er Chef-Editor des damals größten amerikanischen Rockmagazins "RIP" und verbrachte dort eine spannende Zeit. Später wechselte er als A&R zu Arista Records - nicht unbedingt aus Überzeugung, aber Geld kann dennoch überzeugend wirken.
Schrittweise zerbrach seine Ehe an seiner Reiserei und seiner Leidenschaft für die Musik. Immer wieder stellt er sich selbst die Frage, warum er auf dem Planeten Rock gefangen war und teilweise noch immer ist. Wirklich beantworten kann er Diese nicht. Aber wer seinen Lebensstil aus persönlichen Erfahrungen nachvollziehen kann, versteht ihn auch ohne Erklärung - vielleicht jedoch ohne sich selbst zu verstehen.

Lonn Friends "Life On Planet Rock" ist die Biographie eines Musikjournalisten. Persönlich war ich nie an Journalistenbiographien interessiert, aber diese hier musste ich lesen. Und es hat sich nicht nur deshalb gelohnt, weil sie mich sehr zum Lachen gebracht hat. Bisweilen liefen mir Tränen die Wangen herunter, weil ich mich so sehr in seine Geschichte hineinversetzt habe.
Mein Leben ist dem vom Friend nicht unähnlich. Nun heißen meine Bands nicht Mötley Crüe oder Aerosmith, aber ich kenne das Leben als Musikjournalistin, Mitarbeiterin einer Plattenfirma und das Leben im Tourbus quer durch Europa. Mit der Band zu sein, macht einen nicht zum Star, auch wenn Außenstehende dies oft denken. Musikbusiness Freundschaften sind eben solche, nicht mehr und nicht weniger. Dies darf man nie vergessen und dennoch erlebt man in solchen Momenten vielleicht die schönsten Tage seines Lebens - aber die negativen Erlebnisse werden einen bis zum Ende prägen.

In Ansätzen und oft zwischen den Zeilen spricht Friend genau diese Punkte an und zeigt damit der Welt, dass im Musikgeschäft nicht nur als Journalist lange nicht alles Gold ist, was glänzt.
Und warum kommt man nicht davon los? Weder Friend noch ich können dies erklären.
Musik ist unsere Droge und wir leben auf dem Planeten Rock.

Fazit:
Dieses Buch ist nicht nur geeignet für Fans der handelnden Bands oder ehemalige Leser des RIP Magazins. Ein jeder, der auf dem Planeten Rock lebt und / oder arbeitet, wird sich darin wieder finden. Und für die, denen der Neid in die Augen geschrieben steht, diesen Job selbst nicht zu machen, gibt er Einblicke darin, dass es eben doch nur ein Job ist, der auch seine negativen Seiten hat.
Lesen!

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